Vergleich verschiedener Virtualisierungstechniken

Ich habe hier in diesem Dokument einen Vergleich verschiedener Virtualisierungstechniken festgehalten:
Board: ALiveDual-eSATA2 von ASRock
CPU: AMD-Athlon 64 X2 DualCore 4200+
RAM: 4GB
Betriebssystem: openSuSE 10.3_64
Kernel: 2.6.23.17-ccj54-default x86_64.
Den Gast stellt jeweils ein Windows XP prof. 32bit incl SP2.

Die Virtualisierung wird durchgeführt von

VMWare Server 1.0.5
XEN3 Vollvirtualisierung1
VirtualBox Version 1.6.0

Gemessen wurde jeweils die Zeit für die Installation, den Systemstart des Gastes und die Geschwindigkeit, mit der im Gast openOffice.org startet.

Da für eine Paravirtualisierung mit XEN3 ein modifizierter Kernel nötig ist, kann diese mit Windows XP prof. nicht durchgeführt werden. Im nächsten Vergleich (Ubuntu 7.10 als Gast) geht das aber.

Vergleichstabelle mit Angabe in Minuten für Spalte 2, in Sekunden für Spalten 3 und 4 (kleinere Werte sind besser):

Art Installation Systemstart openOffice-Start Konfigdatei
VMWare 30 15 2 Config
XEN3 30 15 3 Config
Virtualbox 26 12 3 Config

VirtualBox schneidet beim Konfigurieren und Erstellen des Gastes für meine Begriffe am besten ab. Die Konfiguration geht locker von der Hand, das System startet schnell. Ein Highlight ist der integrierte Modus, den man mit STRG-L erreichen kann. Bereits geöffnete Fenster des Windowsgastes werden seamless in openSuSE angezeigt und sind benutzbar. Der Windows-Desktop verschwindet bis auf die Startleiste. Mit dem Klick auf Start-Programme usw. können neue Fenster gestartet werden.
Leider hab ich eine externe HDD über die USB-Schnittstelle nicht zur Mitarbeit überreden können. USB-Sticks funktionieren gut.
VMware Server punktet v.a. bei der Fernwartung und der einfachen Erstellung der Konfigdatei.
Die externe HDD funktioniert anstandslos, aber natürlich nur mit der USB1.1-Geschwindigkeit.
XEN3 hat die Nase vorn, wenn es darum geht, Hardware an den Gast weiterzureichen. Allerdings steigt die Prozessorlast bei XEN auf etwa 20% an, während sie bei VB und WM Server bei unter 10% bleibt. XEN läuft auch sichtbar ruckeliger.

1 Bei Xen3 wurde ein Kernel 2.6.22.17.0.1-xen x86_64 verwendet.